welches Tablett für Digital Painting?

bingo
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welches Tablett für Digital Painting?

Beitragvon bingo » Sa 21. Dez 2013, 17:35

Kürzlich sind mir diese beiden Themen „Kritzeln macht Spaß“ und „Digital Painting“ überhaupt erst ins Auge gestochen. Ich habe etwas darin herumgestöbert und mir vorgenommen, mich gelegentlich näher damit zu beschäftigen. Es fiel mir aber auf, daß die anfängliche Begeisterung so gegen Ende Oktober nachgelassen hat. Schade eigentlich, habe ich mir so gedacht, schon allein wegen der großen Mühe, die sich beide Autorinnen damit gegeben haben. Aber ich will ehrlich sein: auch mich hat die drohende Basisarbeit eher abgeschreckt, und einsehen, daß für´s digitale Painten wohl ein Zeichentablett unabdingbar ist, wollte ich schon gar nicht. Wieso denn, für mein digitales PillePalle reicht die Maus allemal!

Und nun hat der Zufall meine Meinung stark korrigiert. Erstens kam wie üblich diese Woche mein Time Magazine mit der Post. „Oh“ habe ich gedacht „schönes Titelfoto des Menschen des Jahres 2013“, in diesem Jahr Papst Franzikus. :boese: Weit gefehlt, dieses „Foto“ ist gemalt!!! Sehr hier http://poy.time.com/2013/12/11/behind-person-of-the-year-cover-jason-seiler

Zweitens ist in diesem Thread ein „Ehemaliger“ aufgetaucht, der überzeugend bestätigt, daß so etwas geht, und wie! Gefällt mir außerordentlich gut, Faust. Auch Deine Anleitung, die des sog. größten Besserwissers im Lande, war es wert, gelesen zu werden.

Jetzt drücke ich mich etwas gewunden aus, wie man das gern tut, wenn man nicht sicher ist, ob man alles richtig kapiert hat, aber doch nicht als Blödmann dastehen will. :oops: Gehe ich recht in der Annahme :traenenlach: daß es ohne Zeichentablett eigentlich nicht geht? Wenn das so ist, welches Tablett ist das Tablett aller Tabletts für W XP oder W 7 und Gimp 2.6 oder Gimp 2.8? Gibt es sonst noch technische Werkzeuge, die nützlich wären?
Danach lege ich nämlich los in Eurem Kurs, aiiki und CD, und im Übrigen habe ich schon eine hübsche zweite Anwendung im Auge :bike:

Gruß bingo

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Re: Ein paar digitale Studien

Beitragvon aiiki » Sa 21. Dez 2013, 18:12

Hallo bingo,
also ich persönlich bin der Meinung dass es ohne Tablett zumindest superschwer wird (also was meine bescheidenen Malkünste angeht sogar unmöglich :ohnmacht: ).

Ich bin aber natürlich kein Maßstab. Es mag durchaus Künstler geben die auch "nur" mit der Maus ansehnliche Ergebnisse hinbekommen - ich gehöre allerdings nicht dazu und lobe mir mein Tablett.

Mein Werkzeug, wenn man es dann so nennen will, ist ein Wacom Bamboo Pen & Touch (wobei ich Touch eigentlich nicht brauche - war eben dabei :kicher: ). Damit komme ich gut klar, sowohl zuerst unter XP als auch jetzt unter win7.
Gerne hätte ich ja noch ein Wacom Intuos aber die Kosten.... :ohnmacht:

Naja, man kann nicht alles haben und ich sollte meinem alten, und eigentlich auch heiß geliebten, Tablett dankbar(er) sein.
Ich habe es jeden Tag in Benutzung. Man muss sich allerdings erst an die Arbeit mit so einem Teil gewöhnen und vielen Usern gelingt genau das nicht - einfach weil sie sich zu wenig Zeit nehmen und viel zu schnell aufgeben. Da ist Durchhalten und Üben, Üben, Üben angesagt - und irgendwann kann man nicht mehr "ohne".

Also, solltest Du Dir so ein Teil anschaffen, pfeffer es nicht gleich in die Ecke wenn es nicht klappt sondern gönn Euch beiden eine zweite (dritte, vierte,....) Chance. Es kann nur besser werden.

Fast vergessen: Ich arbeite mit Gimp2.8. Das Tablett hat aber auch mit 2.6 super funktioniert.

Alles Liebe und man sieht sich (hoffe ich doch mal)....

edit:
Der Künstler in Deinem Link arbeitet übrigens mit einem schrecklich teuren Grafiktablett für Profis. Das ist aber kaum finanzierbar und für den "Normalo" auch etwas overdressed (schön wärs aber doch! ;) ).

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Re: Ein paar digitale Studien

Beitragvon bingo » So 22. Dez 2013, 12:15

aiiki hat geschrieben: ... ein Wacom Bamboo Pen & Touch …

Schönen Dank, aiiki, für den roten Faden. Damit war ich schon so schlau geworden, daß ich den halben Vormittag mit Technik-Gugeln verbracht habe, und glaube, daß ein solches Gerät für meine Ansprüche völlig ausreicht (z.B. bei Conrad für ca. 150 €). Aber wie verstehe ich folgenden Passus in der Produktbeschreibung: „Mit dem optionalen Wireless-Kit können Sie Ihr Tablett überallhin mitnehmen und kabellos benutzen“? Aber einen Bildschirm, Gimp und einen PC braucht man doch wohl nach wie vor? Also bedeutet der Spruch lediglich, daß man auf das Kabel zwischen Tablett und PC verzichten kann, d.h. es reicht ein USB-Verlängerungskabel, oder?
aiiki hat geschrieben: … Der Künstler in Deinem Link arbeitet übrigens mit einem schrecklich teuren Grafiktablett für Profis …
Das hat wohl seine Ursache in einem gravierenden Unterschied: er richtet Augen und Hand auf dieselbe Fläche, während bei der Arbeit mit Maus bzw. Stift die Augen auf den Bildschirm gerichtet sind und die Hand auf eine andere Fläche einwirkt. Ob das Bild dadurch besser oder schlechter wird :think:

Gruß bingo

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Re: Ein paar digitale Studien

Beitragvon aiiki » So 22. Dez 2013, 12:33

... es reicht ein USB-Verlängerungskabel, oder?

Denke ich mal :think: ....
Also ich gehe mit meinem Tablett nicht auf Wanderschaft und sitze immer brav am Schreibtisch. Da stellt sich die Frage eigentlich nicht. Ich habe diese Funktion also nicht ausprobiert, denke aber, es handelt sich um das gleiche Prinzip wie bei kabellosen Tastaturen. Da kann es ja auch ganz praktisch sein wenn man das Ding mal vom Schreibtisch nehmen kann ohne erst lange zu stöpseln.

Das hat wohl seine Ursache in einem gravierenden Unterschied: er richtet Augen und Hand auf dieselbe Fläche, während bei der Arbeit mit Maus bzw. Stift die Augen auf den Bildschirm gerichtet sind und die Hand auf eine andere Fläche einwirkt. Ob das Bild dadurch besser oder schlechter wird :think:

Ich könnte mir schon vorstellen dass es sich so leichter zeichnet. Die Anpassung der Hand-Augen-Koordination beim "herkömmlichen" Tablett ist anfangs wirklich nicht leicht. Aber bei den Kosten für so ein Gerät kommt ja nichtmal ein Test in Betracht (obwohl es mich schon interessieren würde).

Solltest Du mal im Lotto gewinnen kannst Du gerne an mich denken und gleich zwei solche Luxusteile erwerben... :kicher:

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Re: Ein paar digitale Studien

Beitragvon Arran » So 22. Dez 2013, 13:01

bingo hat geschrieben:Gehe ich recht in der Annahme :traenenlach: daß es ohne Zeichentablett eigentlich nicht geht?

doch. Mit einem Touch-Screen-Monitor.

aiiki hat geschrieben:Aber bei den Kosten für so ein Gerät kommt ja nicht mal ein Test in Betracht


«Sauteuer»? Das ist doch nun wirklich relativ. Es gibt gute, neue 23" für bereits ab ca €300. Schau mal hier nach.
Allerdings haben die Bildformate dieses idiotische 16:9-Format (1920 x 1080 px), was für Computerarbeiten nicht sehr geeignet ist.

Mein neuer Monitor, nicht Touchscreen, von 2550 x 1600 px hat dann doch über €1000 gekostet, das nenne ich schon eher teuer. Aber man gönnt sich ja sonst nichts... :meinung:
Grüsse von Schottlands schönster Ferieninsel: Isle of ArranBild
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Re: Ein paar digitale Studien

Beitragvon Arran » So 22. Dez 2013, 13:05

bingo hat geschrieben:Ob das Bild dadurch besser oder schlechter wird...

Da bin ich hundert Prozent überzeugt davon. Wenn ich auf die Tastatur blicke, tippe ich viel weniger falsch, als wenn ich auf dem Bildschirm sehe, was ich gerade geschrieben habe... :mrgreen: :mrgreen:
Grüsse von Schottlands schönster Ferieninsel: Isle of ArranBild
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Re: Ein paar digitale Studien

Beitragvon aiiki » So 22. Dez 2013, 13:19

doch. Mit einem Touch-Screen-Monitor.


Leider nicht. Ein Touch-Screen ist um ein Vielfaches ungenauer. So bekommt man keine akzeptablen Ergebnisse hin.

Und die Kostenfrage:
Teuer ist natürlich immer relativ. Aber leider ist nicht alles, was uns lieb (und teuer) wäre, auch erschwinglich (zumindest für einige Forenmitglieder).

Klar, man gönnt sich ja sonst nichts - aber leisten können sollte man sich seine Ausgaben schon.

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Re: Ein paar digitale Studien

Beitragvon bingo » So 22. Dez 2013, 13:40

Euren Antworten entnehme ich, daß ich alles so einigermaßen verstanden habe. Ich schicke jetzt meine Bestellung ab - und wehe, meine Bilder werden nicht besser.

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Re: welches Tablett für Digital Painting?

Beitragvon eleanora » So 22. Dez 2013, 18:24

Ich habe eure Tablett-Diskussion von Fausts Bildern abgetrennt.

Gruß Ele ;)
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Re: welches Tablett für Digital Painting?

Beitragvon Faust » So 22. Dez 2013, 22:24

Hah ich melde mich auch mal kurz zum Wort :D. Jason Seiler ist natürlich ein Begriff und der Mensch hat mit dem Cintiq (Ist das Touch-screen high-end produkt von Wacom) natürlich das beste und professionellste, was man auf dem Gebiet benutzen kann. Ich selbst benutze seid Jahren mein Bamboo-fun tablet, ist wahrscheinlich nicht so super professionell aber auf der anderen Seite habe ich größere und bessere Tablets benutzt wenn ich extern gearbeitet habe und so groß ist der Unterschied jetzt nicht. Mit der Maus würde ich allerdings nicht arbeiten, Touchscreen geht auch, aber da würde ich in Richtung Ipad gehen, wenn jemand sowas hat, kann er das zum Skizzenmachen überall hingehen. Ich habe weder das Geld noch den erv für all den Kram allerdings, also keine Ahnung. Bleistift und Skizzenbuch sind da immernoch meine erste Wahl. Unter Umstnden auch Kugelschreiber.

Lange Rede, kurzer Sinn, wenn Digitales Malen, dann ist ein Tablet in den allermeisten Fällen wohl Grundvorraussetzung. Muss alerdings nicht das teuerste sein. Und die Produkte von Wacom fangen schon bei den Bamboos an, alles zu können, was man so braucht.


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