GAP - tanzende Ballons, von links nach rechts

bingo
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Re: GAP - tanzende Ballons, von links nach rechts

Beitragvon bingo » Di 14. Nov 2017, 12:10

Ich hab ‘ mir noch mehr vorgenommen
und bin ein Stück vorangekommen.

Die Idee kam mir, als ich heute zu früh aufgewacht bin und mich gegrämt habe, weil ich nicht mehr einschlafen konnte. Was fällt Euch denn in dieser Situation ein? Schäfchen zählen? Funktioniert sowieso nur bedingt. Dann kann man auch gleich ganz wach werden, habe ich mir gedacht und mich heftig an mein GAP-Perspective-Rätsel erinnert.

Für den Versuch habe ich den letzten von eibauomas Keksen genommen, der letzte deshalb, weil sie hervorragend schmecken, auch wenn sie leider für den GAP-Gebrauch nur eingeschränkt taugen – sie sind einfach zu edel. Sei’s d’rum! Jedenfalls wird hoffentlich deutlich, was ich glaube, vom Prinzip begriffen zu haben. Annahme: der Keks fällt von oben nach unten, kommt leicht auf den Betrachter zu und dreht sich in seiner Horizontalachse.

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Das Bild hat 20 frames und 3 control points. Von den frames schnappt sich GAP die Hälfte, um den Übergang von Punkt 1 zu Punkt 2 automatisch darzustellen, hier die Veränderung von scale (von 40 auf 80 des Ausgangsbildes). Die 2. Hälfte der frames dient zur Abbildung der Veränderung durch perspective.

Was habe ich bei perspective gemacht? Zunächst habe ich mir vorgestellt, wie sich die Sicht auf ein Geldstück verändert, das ich zunächst senkrecht vor meinen Augen in der Hand halte und dann langsam in seiner Horizontalachse drehe. Genau, es wird langsam, aber sicher von einem Kreis zu einem Querbalken. Das gilt so ähnlich auch für den Keks.

Was also ist zu tun? Für den 3. control point stelle ich mir vor, daß er in der Vertikalen deutlich zum waagerechten „Balken“ schrumpft und sich in der Horizontalen etwas ausdehnt. Das erreiche ich mit diversen Einstellungen der 4 transformfactor-Paare - ich habe diese gewählt.

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d.h. a.) die X-Werte der oberen Eckpunkte erhöht und ihre Y-Werte auf 0 gesetzt --> der Keks dehnt sich im oberen Herzeinschnitt gleichmäßig aus, b.) die X-Werte der unteren Eckpunkte leicht verringert --> der Keks verjüngt zur Herzspitze hin, c.) die Y-Werte der unteren Eckpunkte deutlich verringert --> der Keks nähert sich der Balkenform.

Was habe ich gelernt? Vielleicht den Sinn des perspective-Reiters, aber auf jeden Fall dieses: nicht zu viele controlpoints, weil GAP mir die mühsame Arbeit der Übergänge abnimmt! Kurven kann ich zwar immer noch nicht, aber ich bleibe am Ball. Auf denn, Wilber, nicht träge denn! Strebend und hoffend hinab!

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Das Hintergrund-Bild ist von pixabay --> algaida-376176_640.jpg

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Re: GAP - tanzende Ballons, von links nach rechts

Beitragvon eibauoma » Di 14. Nov 2017, 17:15

Fein bingo,
ich hoffe, dass Du weiter testest und uns Dummies später erklären kannst, wie es am besten funktioniert mit der Perspektive.
Beim Herzen sieht es aus, als wenn jemand von weiter oben und etwas hinten das Gebäck zu mir schmeißt, warum denn bloß?
Das Drehen in der Horizontalachse lässt sich auch erreichen, in dem die Klammer beim Seitenverhältnis gelöst und die Höhe reduziert und später wieder vergrößert wird. Gleichzeitig lässt sich zusätzlich die Breite verändern. Zum Ausprobieren hab ich jetzt nicht die richtige Muße :nixsagen: :kicher:
Mit dreißig Pfadpunkten hattest Du schon zu tun.

Wilber schwebt schon ganz schön gezielt in Richtung Autodach, also nicht mehr so irre wie der Papierflieger. :spitze:

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Re: GAP - tanzende Ballons, von links nach rechts

Beitragvon bingo » Mi 15. Nov 2017, 19:54

eibauoma hat geschrieben:Fei ... so allerhand ...

ad 0. Na, ob das funktioniert? Ein Dummy klärt die Experten auf … ha, ha!

ad 1. Da mach‘ Dir mal keine Gedanken, eibauoma, wie und warum bloß alle, die Dich mögen und schätzen, mit Keksen nach Dir schmeißen - und schlimmer noch: mit Deinen Keksen. Die Zeiten waren aber schon weitaus schlechter – bei den alten Römern schmiß der Cäsar mit jeder Art von Essen nach denen, die er auszeichnen wollte. Sei froh, daß es heutzutage nur Kekse sind!

ad 2. Dein Hinweis ist völlig berechtigt, die Klammer beim Seitenverhältnis inaktiv zu setzen führt genauso zum Ziel wie das Gemurkse mit den Eckpunkten bei „perspective“. Was, frage ich mich sogleich, wäre dann der Sinn von perspective? Denn daß mit der Veränderung von Breite und Höhe ebenfalls der gewünschte optische Effekt zu erzielen ist, wird den Genies, die GAP erfunden haben, gewiß ebenfalls bewußt gewesen sein. Deswegen wäre es ja so schön, wenn es irgendwo eine GAP-Dokumentation gäbe, die über reine Selbstverständlichkeiten hinausgeht und mal den Sinn und Zweck der GAP-Funktionen klar macht.

ad 3. Bei den 30 Pfadpunkten scheint allerdings ein Mißverständnis vorzuliegen. Ich habe zwar 30 frames angelegt, habe aber nur wenige Pfadpunkte definieren müssen. Sowohl bei der Anwendung von perspective als auch der Anwendung von Scale and Modify mit eibauomas Methode benötigt man lediglich 4 Pfadpunkte, zunächst 2 Pfadpunkte für die obere Hälfte des Keksfalls (1. Punkt in Ursprungsgröße des Kekses oben außer Sicht, 2. Punkt in der Bildmitte, ca. frame 15) und gleichfalls 2 Pfadpunkte für die untere Hälfte (1. Punkt in der Bildmitte, frame 16, Position wie frame 15, Größe dito, aber vertikal gespiegelt, also Keks (Herz-)spitze oben. So sind lediglich 4 Bewegungspunkte und 2 Pfade (jeweils 1 Pfad für den oberen und den unteren Bildteil) nötig, damit sich der Keks optisch einmal dreht, bevor er auf eibauoma trifft, zugegebenermaßen nicht sehr realitätsnah --> Dein Bild, eibauoma!

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Dennoch ist das für mich ein Grund, mich weiterhin mit GAP und Move Path auseinanderzusetzen: das Programm erzeugt nämlich die Übergänge zwischen 2 unterschiedlichen Bildern automatisch, auch wenn ihre Bildpunkte unterschiedlich definiert sind.

ad 4. Für den halbirren Wilber übrigens habe ich 5 oder 6 Bewegungspunkte gebraucht. Und weil ich hier auch etwas Spaß beim stumpfen Ausprobieren von rätselhaften GAP-Funktionen haben möchte, schmeiße ich mir erst einmal eine Freudenpille ein und lasse sich Wilber mal horizontal drehen, sozusagen konventionell erzeugt mit "meinen" Bordmitteln.

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Das wird mich bestimmt zum nächsten Problem führen, oder besser, hat es schon; denn jetzt würde ich Wilberchen gern horizonal drehend die Straße von pixabay hinunterfliegen lassen, aber wie kriege ich die 4 Ebenen meiner Simpel-Animation (simpel, weil eigentlich noch mindestens 4 weitere Zwischenstationen der Drehung fehlen) auf einen GAP-Pfad ohne mir die Ohren zu brechen?

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Re: GAP - tanzende Ballons, von links nach rechts

Beitragvon eibauoma » Mi 15. Nov 2017, 20:41

Ganz schön hektisch, Dein Wilberchen - aber bekanntlich macht ja Übung den Meister. Und man lernt sowie so nicht aus, bevor man nicht die Radieschen von unten betrachten kann :kicher:
Was der (un-)seelige Cäsar noch für Marotten hatte, wusste ich gar nicht. :nixsagen:


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