Bildformat - RAW - Bearbeitung mit Rawtherapee

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eleanora
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Bildformat - RAW - Bearbeitung mit Rawtherapee

Beitragvon eleanora » So 11. Aug 2019, 13:17

Besitzt du eine Spiegelreflex- oder Bridgekamera, Kannst du an deiner Kamera einstellen, in welchem Format die Kamera deine Fotos speichern soll. Bei meinen Kameras kann ich meine Bilder in JPG in verschiedenen Größen und Abmessungen speichern, als RAW oder als RAW und JPG.

Doch was ist ein RAW-Bild und wozu kann man das gebrauchen?

Ein RAW-Bild ist wie ein belichteter aber noch nicht entwickelter Film. Alle Farb- und Lichtinformationen sind in diesem Format enthalten. Mit einem entsprechenden Programm kannst du diese Informationen verändern, ohne dass Informationen aus dem Bild verloren gehen. Sachen wie Überbelichtung, Unterbelichtung, Weißabgleich etc. kannst du mit wenigen Klicks einfach korrigieren und dein Bild anschließend als JPG speichern.
Wenn du also die Möglichkeit hast in RAW zu fotografieren, solltest du das auch tun, wenn du anschließend deine Bilder weiter bearbeiten möchtest.

Das JPG-Format ist bereits komprimiert. Es enthält nur noch die Farbwerte, die im Bild bereits vorkommen. Neue Farbabstufungen kann das Format nicht speichern und sind somit verloren. Je nach Foto kann sich das in der Qualität mehr oder weniger stark auswirken. Im RAW-Format hast du diese Verluste nicht und dein Bild kommt nach der Bearbeitung immer in super Qualität heraus.

Es gibt zur Zeit 3 verschiedene freie Raw-Konverter. Alle drei sind für Linux und Windows verfügbar:
  • Darktable
  • Rawtherapee
  • UFRaw

Jede Kamera speichert seine RAW-Dateien anders. Selbst die Dateiendung RAW hilft dir nicht weiter. Als Standard-Rawkonverter benutze ich Darktalbe. Vor Kurzem versuchte ich ein RAW, welches mit einer Panasonic DMC-FZ30 EG-K gemacht wurde mit Darktable zu bearbeiten. Leider erkannte Darktable dieses Raw-Format nicht. Mit Rawtherapee funktioniert es aber ohne Probleme.
Jeder Raw-Konverter hat seine ganz speziellen Vorteile und jeder hat sein Lieblingsprogramm, mit dem er am besten zurechtkommt.
Ich stelle euch hier nun ein paar Workflows vor. Zunächst eine einfache Belichtungskorrektur:

Rawtherapee
Zunächst einmal lädst du alle die Bilder, die du bearbeiten möchtest auf deinen Rechner in einen Ordner. Auf diese Weise verkürzt sich der Ladevorgang.
Öffne nun Rawtherapee
Die Oberfläche ist in mehrere Bereiche aufgeteilt, je nachdem was du gerade machen möchtest. Am linken Rand findest du den Eintrag
Dateiverwaltung

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Wähle in der Verzeichnisübersicht den Ordner mit den Fotos aus, die du bearbeiten möchtest. Im Hauptfenster werden alle Fotos angezeigt, die sich in dem Ordner befinden. Sowohl die JPGs als auch die RAW-Bilder. Wähle ein Bild aus, dass du bearbeiten möchtest. Achte darauf, dass es das RAW-Bild ist und nicht das JPG. Klicke es doppelt an.

Wechsele nun in den Editor.
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Im Editor-Fenster wird das Bild, das du bearbeiten möchtest in der Bildanzeige angezeigt. Über der Bildanzeige, werden dir die Bilder aus dem gleichen Ordner angezeigt. Möchtest du doch ein anderes Bild bearbeiten, wählst du ein anderes aus der Bild auswahl per Doppelklick.

Auf der rechten Seite neben der Bildanzeige findest du alle Filter, die du auf dein Bild anwenden kannst.
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Wie du siehst, ist mein Foto überbelichtet. Ich benötige also einen Belichtungsfilter. Dazu klicke ich auf das erste Symbol in der Filterleiste.

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Hier kann ich nun die Belichtungskorrektur vornehmen, indem ich den Regler nach links schiebe, oder die Zahl auf -1,7 einstelle. Wie stark du die Belichtung korrigierst, ist natürlich von deinem Bild abhängig. In der Bildanzeige wird dir genau angezeigt, wie das Ergebnis aussehen wird.

Fertig korrigiert, dann können wir jetzt das Bild speichern. Klicke dazu auf die Diskette am unteren Rand.

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Es öffnet sich ein neues Fenster. Trage den neuen Dateinamen ein und wähle den Ordner, in dem das Bild abgelegt werden soll.
Nun kannst du wählen, ob das Bild sofort gespeichert werden soll, oder ob du noch weitere Bilder hast, die du bearbeiten möchtest. Dann sollte es in die Warteschlange. Egal ob ans Ende oder an den Anfang.

Klicke nun auf OK.

Ich habe noch weitere Bilder bearbeitet und alle in die Warteschlange abgelegt. Am Ende der Bearbeitung, öffnest du die Warteschlange.

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Die Warteschlange wird dir nun angezeigt.

Klicke auf Automatisch starten, um alle Bilder in der Warteschlange zu speichern.

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Fertig!

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Schaust du nun in den Ordner mit deinen RAW-Dateien, findest du kleine Text-Dateien mit Dateinamen des bearbeiteten Fotos und Format pp3. In diesen Dateien stehen die Einstellungen, die du bei der RAW-Bearbeitung vorgenommen hast.

Viel Spaß beim nachbasteln!
Viele Grüße
Ele ;)
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